Sonntag, 19. November 2023

Rezension von "Lindy Girls" von Anne Stern

Die Tanzlehrerin Wally gründet eine Tanzgruppe, die Charleston tanzt. Zuerst bekommen sie keine Auftritte, doch Wallys Freund Toni beschafft den Lindy Girls bald ihr erstes Engagement. Mit Thea ist die Tanzgruppe komplett. Theas Freundin Gila möchte Schriftstellerin werden und nicht nur eine Sekretärin in der von Männern beherrschten Welt sein. Werden die Träume der Frauen Wirklichkeit? 

Mir hat der Schreibstil des Buches gut gefallen und man konnte es leicht lesen. Die Geschichte wird aus recht vielen verschiedenen Perspektiven erzählt und man braucht am Anfang etwas, damit man alle Charaktere einordnen kann. Dann ist es aber sehr gelungen, die Geschichte durch viele verschiedene Augen zu sehen. Die 20er in Berlin sind schon eine interessante Zeit, in der sehr viel Armut herrscht, aber die Gepflogenheiten aus Amerika herüber schwappen und die Frauen langsam mehr über sich bestimmen dürfen. Trotzdem wird die Welt immer noch von den Männern beherrscht, was auch die Lindy Girls erfahren müssen, als sie nur durch einen Mann ihre ersten Auftritte bekommen. Mir haben die einzelnen Schicksale der Charaktere sehr gut gefallen und zusammen ergeben sie eine interessante Geschichte und ein stimmiges Gesamtbild. 

Tanzen in Berlin.

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