Mittwoch, 19. Mai 2010

Hallo

Hallo aus dem ziemlich sonnigen Schweden.

Ich hatte keinen so guten Start hier, da ich ein furchtbares Zimmer hatte. Im Moment habe ich eine Übergangslösung gefunden, aber ich hoffe, das ich demnächst dauerhaft irgendwo einziehen kann. Drückt mir die Daumen.

Ansonsten gibts noch nicht so viel zu berichten. Ich habe mir schon ein wenig die Altstadt angesehen, aber mehr noch nicht. Demnächst gibt es mehr Infos.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Liebes Tagebuch, Teil 12

14. August

Liebes Tagebuch,

Wie kann man jemandem etwas so schreckliches antun?
Ich bin immer noch im Ausbildungslager der Bruderschaft, doch es kommt mir eher wie ein Gefängnis vor. Telefonate und sogar Internet sind gestattet, doch die Gitter vor den Fenstern lassen nicht gerade ein Gefühl von Freiheit aufkommen.
Zum Glück hat man die Möglichkeit zwischen Gruppenunterricht und Selbststudium zu wählen. Ich bin froh, dass ich so die meiste Zeit in der Bibliothek verbringen kann. Die Bibliothek ist der einzige friedliche und wirklich schöne Ort in diesem Gruselkabinett. Auf allen anderen Räumen liegt ein Hauch von Altertümlichkeit, der auch nicht durch elektrisches Licht vertrieben werden kann.
Wir bekommen zwar Bücher vorgelegt, die wir lesen sollen, doch nebenbei bleibt noch genug Zeit, um alles zu durchstöbern, was mir interessant vorkommt.
Mittlerweile wurde mich auch die Halle gezeigt. Ich glaube, wenn es eine Hölle gibt, dann sieht sie genau so aus. Überall stehen Käfige herum, in die übernatürliche Wesen eingesperrt sind. Manche werden auch an die Wände gekettet und sie werden noch schlimmer als Tiere behandelt. Jeder hier behauptet zwar, dass das alles nur zu Studienzwecken geschieht, doch es ist einfach nur Quälerei.
Als ich das erste Mal bei einer ihrer Vorführungen zusehen musste, hätte ich mich fast übergeben. Sie haben eine Werwolffrau getötet und zwar auf eine Art, die ich mir nicht hätte vorstellen können. Das Schlimmste war jedoch, das ihre kleine Tochter dabei zusehen musste. Sie halten die Kleine jetzt in einem Käfig und wenn ich kann, stecke ich ihr etwas zu Essen zu.
Bin ich die einzige hier, die weiß was richtig und falsch ist?

Dienstag, 11. Mai 2010

Schweden

Heute eröffne ich schon mal eine neue Kategorie und zwar: Schweden.

Das nächste halbe Jahr werde ich in Stockholm verbringen und dort meine Masterarbeit schreiben. Ich schreibe euch dann ein paar Sachen, was ich so mache und wie es mit meiner Arbeit läuft.

Ich hoffe ihr freut euch mal über ein wenig Abwechslung.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Liebes Tagebuch, Teil 11

8. August

Liebes Tagebuch,

Im Moment schlafe ich ziemlich schlecht.
Ist ja auch kein Wunder, da mir tausend Gedanken im Kopf herumgeistern. Ich bin jetzt hier, bei ihnen und ich kann nicht gerade behaupten, dass es mir gefällt.
Vor zwei Tagen hat Jeremy mich zu dem Treffpunkt begleitet, der in dem Brief stand. Ich wollte Andrew nicht dabei haben, denn ich war mir sicher, dass einer von uns Beiden etwas Dummes machen würde. Er musste mir nicht extra sagen, dass er und Jeremy mich jederzeit wieder aus diesem…Camp rausholen würden und ich bin ihnen sehr dankbar dafür.
Ich kann mittlerweile wirklich Jeremys Gedanken lesen, was wahrscheinlich daran liegt, das wir miteinander verbunden sind. Was er in dem Moment gedacht hat, als wir diesem Typen gegenüber standen, will ich lieber nicht wiederholen.
Irgendwie kam ich mir wie eine Geisel vor, die gegen die Freiheit der Bösen eingetauscht werden sollte. Nur halte ich die Bösen für die Guten.
Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass der Mann Dimitri heißt. Er gehört zu den Ältesten der Bruderschaft und ist somit einer der Anführer.
Ich wurde in ein nettes Zimmer einquartiert, das ich mit ein paar Mädchen teile, die alle jünger sind als ich. Wahrscheinlich hatte ich Glück, dass sie mich nicht eher gefunden haben.
Mein Unterricht hat auch schon begonnen. Unterricht, dass ich nicht lache. Ich würde es eher Aufhetzung gegen alles Unbekannte nennen. Es gibt sicher auch böse Gestalten unter den übernatürlichen Wesen, aber man sollte nicht alle über einen Kamm scheren. Die Dinge, die ich über Spiegel erfahre, sind ziemlich interessant und helfen mir vielleicht zu mir zurückzufinden.
Im Augenblick komme ich mir ziemlich verloren vor.

Donnerstag, 29. April 2010

Liebes Tagebuch, Teil 10

1. August

Liebes Tagebuch,

Ich muss verrückt sein.
Wieso habe ich mich nur darauf eingelassen? Wird er die Vereinbarung auch wirklich einhalten?
Am besten fange ich ganz am Anfang an. Vielleicht hilft mir das ja, meine Gedanken zu ordnen.
Ich plante schon in den Semesterferien nach Hause zu fahren, als ich diesen Brief erhielt. Er war unter meiner Tür durchgeschoben worden und hatte weder Briefmarke, noch Absender. Mir lief ein Schauer über den Rücken, als ich ihn aufhob und ich war froh alleine zu sein.
Der Inhalt verschlug mir die Sprache und ich wusste sofort, dass der Brief von diesem komischen Typen sein musste. Er schlug mir vor, keine Jagd auf Jeremy zu machen, wenn ich mich von ihnen ausbilden ließe. Ich merkte jedoch gleich, dass dies kein freundlicher Vorschlag war. Was blieb mir schon für eine Wahl?
Jeremy und Andrew waren verständlicherweise nicht gerade begeistert von meinem Entschluss, doch seltsamerweise war ich es, die sie im Endeffekt überzeugte. Ich denke das Argument, das ich dadurch mehr über meine Kräfte erfahren würde, war am Ende ausschlaggebend.
Meiner Mutter erzählte ich irgendetwas von einem Sommerkurs, den ich unbedingt belegen will. Ich hoffe sie hat mir das abgenommen, denn ich will sie nicht in Gefahr bringen.
Mir fällt es ziemlich schwer, Andrew nicht zu berühren, denn das ist fast das Einzige, das ich ihm noch abschlagen kann. Mein Herz pocht immer wie wild, wenn er in der Nähe ist und ich hoffe nur, dass er es nicht hört. Oh Gott, eigentlich hat mir das gerade noch gefehlt.
Ich glaube, ich fange an mich in einen Vampir zu verlieben.