Mittwoch, 17. August 2022

Rezension von "Die Buchhändlerin von Paris" von Kerry Maher

Die Amerikanerin Sylvia Beach kommt nach Paris und eröffnet dort eine Buchhandlung mit dem Namen "Shakespeare & Company". Diese wird zum Treffpunkt von Dichtern, Musikern und Schriftstellern, die aus verschiedenen Gründen nach Paris kommen. Als niemand den Roman "Ulysses" von James Joyce veröffentlichen will, ist es Sylvia, die das Buch in die Welt bringt. Immer an ihrer Seite ist ihre Freundin Adrienne Monnier. 

Den Schreibstil des Buches mochte ich sehr und es ließ sich gut lesen. Ich hatte jedoch etwas mehr vom Buch erwartet. Die Handlung plätschert eher seicht vor sich hin und Emotionen, die die Charaktere im Buch empfinden, kamen bei mir als Leser nicht an. Ich wusste zuerst nicht, das es sich um einen auf wahren Personen beruhenden Roman handelt, doch das fand ich interessant. Andere historische Romane sind aber durchaus spannender erzählt, was ich mir für dieses Buch auch gewünscht hätte. Alles in allem ist das Buch nicht schlecht und das Cover gefiel mir gut. 

Wahre Geschichte mit Längen.

Donnerstag, 4. August 2022

Rezension von "Fast bis zum Nordkap" von Judith Pinnow

Bea hat einen guten Job und eine tolle Wohnung in Hamburg und ist mit einem Mann zusammen. Sie hat jedoch auch Burn-out Symptome und so beschließt sie eine Auszeit zu nehmen. Nun will sie mit einem alten Bulli durch Schweden und Norwegen zum Nordkap fahren. Dieser streikt jedoch in einem kleinen schwedischen Ort und plötzlich verläuft ihr Leben in anderen Bahnen. 

Mir hat der Schreibstil des Buches gut gefallen und es ließ sich leicht lesen. Die Charaktere fand ich schön gestaltet, bis natürlich auf den selbstsüchtigen Marco. Ich lese gerne Bücher, die in Schweden spielen und hier wurde die Natur von Schweden sehr gut in die Handlung mit eingebaut. Das Buch ist eine etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte, aber zwischen Per und Bea knistert es schon, als sie sich das erste Mal sehen. Ich finde es schön, das Bea wieder zu sich selbst findet und merkt, das ihr die Arbeit nicht gut tut und sie etwas ändern muss. 

Ein schöner Wohlfühlroman

Karten Mai - Juli 2022 - Teil 1

Meine Karten kamen aus Australien, Österreich (3x), Bangladesch, Weißrussland (2x), Belgien, Kanada (3x), China, Tschechien, Estland, Finnland (4x), Frankreich und Deutschland (12x).



Donnerstag, 21. Juli 2022

Rezension von "Der schönste Zufall meines Lebens" von Laura Jane Williams

Penny möchte gerne Mutter werden, doch kein Mann ist an ihr interessiert. Doch dann trifft sie ihren Traummann Fancesco, muss sich aber kurz darauf um den Pub ihres kranken Onkels kümmern. Ihr gefällt die Arbeit mit dem Team des Pubs jedoch und diese lenkt sie auch von Francesco ab. Plötzlich lernt sie jedoch noch zwei andere Männer kennen und dann kommt auch noch Francesco zu ihr aufs Land. Ist einer der drei Männer der Richtige für sie? 

Mir hat der Schreibstil des Buches sehr gut gefallen und es ließ sich toll lesen. Ich fand Penny einen tollen Charakter und es ist schön ihren doch recht unkonventionellen Weg durch ihr Leben zu verfolgen. Auch ihre drei Männer sind tolle Charaktere und könnten aus dem Leben gegriffen sein. Die Geschichte ist gefühlvoll erzählt und bringt einen auch ab und zu zum nachdenken. Ich bin froh, das Penny am Ende herausgefunden hat, was sie von ihrem Leben will und mit wem sie es verbringen möchte, denn eine Familie kann viele Formen haben und muss nicht immer dem Standard entsprechen. 

Eine Frau findet ihren Weg.

Mittwoch, 6. Juli 2022

Rezension von "Solange gehört das Leben noch uns" von Josefine Weiss

Inas Großvater kommt in ein Hospiz und stirbt kurz darauf. Dort trifft sie jedoch auf Richard, zu dem sie sofort eine Verbindung hat. Mit Schrecken muss sie jedoch feststellen, das Richard im Hospiz lebt und nicht mehr lange zu leben hat. Ina und Richard verlieben sich ineinander und versuchen das Beste aus der Zeit zu machen, die ihnen noch bleibt. 

Das Buch ist wunderschön und einfühlsam geschrieben. Man ist sofort mitten in der Handlung drin und kann die Emotionen der Charaktere nachempfinden. Ina und Richard sind trotz der ganzen Tragik ein wunderschönes Liebespaar und man wünscht ihnen einfach mehr Zeit miteinander, die sie jedoch leider nicht haben. Über das Thema Tod zu lesen, finde ich immer etwas schwierig und das Buch hat mich ganz schön mitgenommen, aber es ist auch gut etwas über Hospize und das Sterben zu erfahren. Die Autorin kann diese schwierigen Themen wundervoll in ihre Geschichten einbauen und rührt mich damit immer zu Tränen. 

Vom Leben und Sterben.