Donnerstag, 21. April 2022

Donnerstag, 7. April 2022

Rezension von "Liquid" von Herbert Genzmer

Madeleine Alberti arbeitet 2029 als Wissenschaftlerin an einem Bewässerungsprojekt in der Wüste New Mexicos. Sie ahnt jedoch nicht, das ihre Arbeit dafür verwendet wird, einen liquiden Chip zu entwickeln, durch den die Menschen in Zukunft bezahlen sollen. Als ihr die Zusammenhänge bewusst werden, kontaktiert sie Richard Weigelt, der sich gegen die Abschaffung von Bargeld einsetzt. Können sie diesen Kampf gewinnen? 

Das Cover hat mir gut gefallen. Das Buch war recht schnell erzählt, aber manchmal fand ich die Formatierung des eBooks nicht so gut, da die Absätze oft sehr lang waren. Die Charaktere fand ich an sich nicht schlecht, aber ich fand sie dann doch recht oberflächlich. Ich finde die Geschichte wirklich interessant und manchmal wirkte es sehr bedrückend, da die Story in nicht so entfernter Zukunft spielt und es wirklich passieren könnte. Manche Einschübe, die nichts mit den Hauptpersonen zu tun hatten, fand ich eher anstrengend zu lesen und ab und zu hat sich die Handlung etwas im Kreis gedreht. Vom Ende war ich recht überrascht, da die Geschichte für mich an diesem Punkt eigentlich noch nicht zu Ende ist und jetzt eher wie ein Cliffhanger wirkt. Ich fand das Buch vom Ansatz her interessant, aber es hatte einige Schwächen. 

Bedrückende Zukunftsvision.

Mittwoch, 23. März 2022

Rezension von "Das Land, von dem wir träumen" von Anna Thaler

Nach dem 1. Weltkrieg gehört Südtirol zu Italien und Familie Bruggmoser muss ihren Familiennamen in Ponte ändern. Der Krieg hat Spuren bei der Familie hinterlassen, denn zwei der vier Söhne sind aus dem Krieg nicht zurückgekehrt und Tochter Franziska darf nicht als Lehrerin arbeiten, weil sie kein Italienisch spricht. Sie gibt in einer Katakombenschule Deutschunterricht und wird dabei vom Knecht Wilhelm unterstützt. 

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und man konnte das Buch wunderbar lesen. In der Mitte des Buches fand ich die Geschichte etwas oberflächlich, aber zum Ende hin wurde es wieder besser. Die Geschichte verläuft über mehrere Jahre und die Zeitsprünge fand ich manchmal nicht so toll, weil ich dann das Gefühl hatte etwas zu verpassen. Ich dachte auch man würde mehr über Franziskas Tätigkeit als Lehrerin erfahren, aber das wurde nur nebenbei abgehandelt. Alles in allem haben mir die Geschichte und die Charaktere aber gut gefallen, auch wenn Franziskas Bruder Leopold ein ganz schönes Ekel ist. Wie gesagt, manchmal waren mir die Geschichte und die Charaktere etwas zu oberflächlich, aber das Buch bietet eine gute Unterhaltung für ein paar Lesestunden. Mit meiner Bewertung schwanke ich zwischen 3 1/2 und 4 Sternen. 

Heimatverbunden.

Montag, 21. März 2022

Rezension von "Zwischen Himmel und Meer" von Anna Fredriksson

Sally hat nie erfahren, warum ihr Mutter sie als Kind verlassen hat. Zu ihrer eigenen Tochter hat sie kaum Kontakt mehr, bis sie das Haus ihres Onkels erbt. Zürück in ihrem Heimatort trifft sie nicht nur auf ihre Tochter, die dort lebt, sondern auch auf ihre Mutter. Können sich die Frauen der Familie wieder annähern?

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, auch das immer abwechselnd aus den Perspektiven von Sally, Josefin und Vanya berichtet wurde. Dadurch bekommt man Einblicke in die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Person. Die drei Frauen sind doch recht unterschiedlich, aber alle sind starke Charaktere und haben mit Schuld und Verlusten zu kämpfen. Der Hauptaugenmerk liegt natürlich auf Sally, Josefin und Vanya, aber auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen und tragen zur Geschichte bei. Auch der Ort der Handlung im ländlichen Schweden ist schön beschrieben und versetzt einen regelrecht dorthin, während man das Buch liest. Ein gelungener Auftakt zu einer Reihe, die in den nächsten Büchern hoffentlich mehr von diesen tollen Frauen und ihren Träumen zeigt. 

Drei Generationen starker Frauen.

Donnerstag, 17. März 2022